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Sehenswürdigkeit in Salzburg: Die Kaprun Staumauer

Die Kaprun Staumauer - vergleich mal die Größe der Mauer mit den kleinen Menschen auf der Staumauer!
Die Kaprun Staumauer – vergleich mal die Größe der Mauer mit den kleinen Menschen auf der Staumauer!

Die Kaprun Staumauer ist eines der meistbesuchen Ausflugsziele im Salzburger Land. Wenn du einen Urlaub in Kaprun oder dem nächsten Ort Zell am See verbringst, wirst du sie sicher einmal sehen wollen: Die riesige Staumauer in den Bergen. Sehr viele Besucher kommen sogar aus der Stadt Salzburg oder von noch viel weiter. Ich zeige dir in diesem Beitrag alles, was du für diesen Ausflug wissen musst.

Es gibt nicht nur eine Kaprun Staumauer

Irgendwie fremd wirkt die Kaprun Staumauer auf den Bildern – im Vergleich zu der wilden Natur mit den Dreitausendern der Alpen. Kantig und künstlich gebaut ist die Staumauer, rund geschwungen sind die natürlich entstandenen Gebirgszüge. Eigentlich passt das Bauwerk und die Natur nicht ganz zusammen. Gleichzeitig strahlt die riesige Staumer eine extrem hohe Anziehungskraft aus. Wir waren oben und haben sie gesehen – wirklich gigantisch und lohnenswert! Das muss man mal gesehen haben. In Kaprun gibt es im Vergleich zu anderen Stauseen in Österreich die Besonderheit, dass es gleich mehrere riesige Staumauern sind.

Die Anlage der Kaprun Hochgebirgsstauseen bestehen aus zwei Seen, dem Mooserboden und dem Wasserfallboden. Jeder der Speicherseen hat eine Staumauer. Im Falle des Mooserboden sind es sogar zwei Staumauern. Die Talseite des Mooserboden Speichersees hat ein schwieriges Gelände. In der Mitte steht ein Felsen, die sogenannte Höhenburg. Sie verhinderte den Bau einer einzigen Staumauer. Darum mussten zwei Staumauern gebaut werden. Eine Staumauer vom nordwestlichen Seeufer bis zur Höhenburg und eine weitere Staumauer von der Höhenburg bis zum nordöstlichen Ufer. Deswegen gibt es nicht nur eine Kaprun Staumauer, sondern gleich drei Stück. Am besten kannst du die beiden oberen Staumauern bewundern. Hierhin kommst du ganz leicht ohne Wanderung mit dem Bus.

Blick von der Höhenburg auf die Kaprun Staumauer und den Mooserboden Stausee
Blick von der Höhenburg auf die Kaprun Staumauer und den Mooserboden Stausee

So kommst du hierher

Willst du sie einmal sehen oder gar auf ihnen spazieren? Das ist möglich. Du kannst mit einem Bus und dem besonderen Lärchwand Schrägaufzug hinauf zum Wasserfallboden fahren. Von dort geht es mit dem Bus weiter hinauf zu den beiden Staumauern am Mooserboden. Du buchst den gesamten Transfer mit einem einzigen Ticket. Hier alle Infos für deine Anreise:

Ausflug auf der Kaprun Staumauer

Es führt ein breiter Weg über die Kaprun Staumauer - links fällt die Mauer 107 Meter, rechts ist der Mooserboden Stausee
Es führt ein breiter Weg über die Mooserboden Staumauer – links fällt die Mauer 107 Meter, rechts ist der Mooserboden Stausee

Oben beim Mooserboden kannst du „von Staumauer zu Staumauer“ flanieren. Der Bus hält direkt am Stausee. Zu Fuß ist es ein Spaziergang oder eine leichte Wanderung auf der Staumauer Moosersperre. Sie ist 107 Meter hoch und 494 Meter lang! Eine Meisterwerk der Baukunst. Überleg mal, was das für eine Anstrengung gewesen muss, all die Baumaterialien hier hoch zu schaffen. Der Mooserboden Stausee ist auf 2040 Metern Seehöhe. Du kannst im Infozentrum her darüber erfahren. Uns hat das sehr beeindruckt.

Die Heidnische Kirche

Die Heidnische Kirche auf der Kaprun Staumauer am Mooserboden - sie überbaut den Schliefstein
Die Heidnische Kirche auf der Kaprun Staumauer am Mooserboden – sie überbaut den Schliefstein

Direkt auf der Mooserboden Staumauer ist die sogenannte Heidnische Kirche. Sie besteht aus Beton, ist aber nicht freistehend sondern wurde an einen gespaltenen Felsblock gebaut. Der ist aber nicht freistehend (wie der Klobenstein an der Grenze zwischen Bayern und Tirol), sondern von der Heidnischen Kirche überbaut. Nur ein schmaler Spalt ist hier zwischen den Felsen der Heidnischen Kirche. Im Volksglauben kann sich jeder Mensch die Sünden abstreifen, wenn durch den Felsspalt geht. Der sogenannte Schliefstein trägt die Jahreszahl 1551. Es kann auch sein, dass im 18. Jahrhundert auf dem Mooserboden die evangelischen Protestanten Messen gefeiert haben, um der Verfolgung der Fürsterzbischöfe von Salzburg zu entgehen.

Erbaut wurde die Heidnische Kirche als Ehrenmal „Aus Arbeit und Opfer ein Werk“. Es soll derer gedenken, die beim Bau der Kraftwerksgruppe Glockner-Kaprun gestorben sind. Von 1947 bis 1955 wurden 161 Ingenieure, Arbeiter und Kriegsgefangene gezählt, die beim Bau gestorben sind. Die Heidnische Kirche ist frei zugänglich.

Führung durch die Kaprun Staumauer

Außerdem ist es möglich, in die Kaprun Staumauer hinein zu gehen! Im Rahmen einer Staumauer Führung zeigt dir einer der Besucherführer alles, was es über die Kaprun Stauseen zu wissen gibt. Ein Teil der Führung findet in der Mauer selbst statt. Es führen nämlich Gänge durch die Betonmauer. Diese Gänge sind nötig, um das Bauwerk zu warten und die Sicherheit zu garantieren.

Der schönste Blick

Den schönsten Blick von der Kaprun Staumauer hast du von der Höhenburg. Es ist der beste Aussichtspunkt hier oben! Du siehst über den Mooserboden und auf der anderen Seite hinunter auf den Wasserfallboden. Gerade dieser Blick ist phänomenal. Die meisten Bilder werden von hier oben gemacht. Das ist der Blick von der Höhenburg auf den Wasserfallboden – samt Staumauer am Horizont:

Kaprun Staumauer Ausblick von der Höhenburg auf den Wasserfallboden
Kaprun Staumauer Ausblick von der Höhenburg auf den Wasserfallboden

Nimm dir einen Tag Zeit und mach mal den Ausflug in diese fantastische Bergwelt. Sie ist leicht zu erreichen und es ist wahnsinnig schön da oben. Hier findest du weiterführende Links und Informationen. Du kannst auch wandern, mehr über den Mooserboden erfahren oder einen aktuellen Blick auf die Webcam werfen – klick auf den Button deiner Wahl:

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